Sonne – Papier – Drucker – Strom

Wer bei dieser Wertschöpfungskette ersteinmal stutzt und bisher nichts mit der “3PV”-Technologie anfangen kann, dem sei das Institut für Print- und Medientechnik der TU Chemnitz empfohlen

Die Arbeitsgruppe um Professor Dr. Arved Hübler hat ein neuartiges Verfahren entwickelt, durch das Solarzellen mit Hilfe eines klassischen Druckers auf Standardpapier hergestellt werden können. Seit ca. drei Jahren experimentiert das Team mit speziellen Druckfarben, die elektrischen Eigenschaften aufweisen, um die sogenannten „printed paper photovoltaics” zu erzeugen. Fällt dann Licht auf die Strukturen des Papiers, entsteht Strom, derzeit schon ausreichend für den Betrieb von kleineren Geräte, wie einem Taschenrechner.

Potential hat diese Entwicklung auf jeden Fall, denn aufgrund der niedrigen Materialkosten und einfachen Herstellung, kann die herkömmliche Solarzellentechnik bald überholt sein. Nach der Verwendung können die Papierzellen einfach mit dem Altpapier entsorgt werden, ein aufwendiger Recyclingprozess entfällt. Einziger Punkt der bisher gegen eine wirtschaftliche Produktion spricht, ist, laut dem Forscherteam, der noch niedrige Wirkungsgrad. Durch die Variation verschiedener Grundmaterialien soll aber auch dies schnell verbessert werden.

Ein kurzes Interview mit dem Verantwortlichen zum Thema ist über mdr info nachzuhören.

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