Dresden leuchtet ein …

Im Institut für Angewandte Photophysik (IAPP) der Technischen Universität Dresden wird mit Hochdruck an der Effizienzsteigerung von organischen lichtemittierenden Dioden (OLED) geforscht. Einen neuen Höchstwert erreichten die Forscher nun durch die schichtförmige Anordnung organischer Farbstoffe mit unterschiedlichen elektronischen Eigenschaften. So gelang es, den Weg des Lichts durch die einzelnen Schichten und anschließend durch das Glassubstrat so zu modifizieren, dass die Menge an erzeugtem Licht das die OLEDs verläßt, deutlich gesteigert wurde. Diese Steigerung bedeutet einen geringeren Stromverbrauch für eine gleiche Helligkeit. Die Lichtelemente weisen damit derzeit folgende Werte auf:
- sie erreichen bei der Helligkeit eines Computerbildschirms einen Wirkungsgrad von 26, 22 und 3,1 Prozent,
- eine Leistungseffizienz von 81, 101 und
- 4 Lumen pro Watt für die drei Basisfarben rot, grün und blau.

Anwendungen ergeben sich überall da, wo Displays oder Anzeigen notwendig sind, Beispiele sind Handys, Computer oder digitale Kameras.

Verwandte Artikel

Stephen Hawking geht in Rente

Im Januar 2009 wird der Astrophysiker Stephen Hawking 67 Jahre und erreicht damit die Altersgrenze um am Lucasischen Lehrstuhl für Mathematik an der University of Cambridge zu arbeiten.
Bereits seit 30 Jahren hat Hawkins nun schon diese Professur inne, die 1663 von Henry Lucas gestiftet und durch dessen Bücher und sein Land finanziert wurde. Der wohl bekannteste Inhaber des Lehrstuhls war Isaac Newton. Zu den bedeutendsten Erkenntnissen von Stephen Hawkins gehören seine Berechnungen zur Hawking-Strahlung, in der “nicht-wissenschaftlichen Welt” wuchs seine Bekanntheit vor allem durch seine populärwissenschaftlichen Bücher “Eine kurze Geschichte der Zeit” (1988), “Das Universum in der Nussschale” (2002) und “Eine kurze Geschichte des Universums” (2003).

(Quellen: 1, 2)

Verwandte Artikel

Frauenfrage in der Forschung

Mit den “forschungsorientierten Gleichstellungsstandards” hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ihre Ideen zur Frauenquote an Universitäten und Forschungseinrichtungen veröffentlicht. Danach soll der Anteil an Frauen nach selbstständigen Modellen von den Instituten angehoben werden, aber mit zunehmender Karrierestufen steigen.

Bisher wird dieser Vorschlag aus Angst vor Autonomieverlust von mehrere Forschungsorganisationen jedoch abgelehnt.

Weitere interessante Artikel

Cassini nimmt faszinierende Geysir-Bilder auf

Die Raumsonde Cassini hat am Montag bei ihrem Flug 50km über dem Saturnmond Enceladus sieben hoch aufgelöste Bilder der Geysirregion am Südpol aufgenommen. Die bereits 2005 entdeckten vulkanähnlichen Aktivitäten, bei denen Eispartikel und Wasserdampf in den Weltraum geschleudert werden und so der E-Ring ständig mit Materie versorgt wird, hatten die Astronomen doch enorm überrascht. Auf den neuen Bildern sind jedoch nur die als Tigerstreifen bezeichneten Risse und nicht die Geysiröffnungen zu erkennen. Von den Aufnahmen erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse über die physikalischen Prozesse und ob Wasser den Geysirausbruch auslöst. Sollte dies der Fall sein, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Enceladus einige Voraussetzung für Leben erfüllt.

Verwandte Artikel

Algen als alternativer Energielieferant

In dem Projekt “Biowasserstoffproduktion in Mikroalgen” haben sich Forscher der Universität Münster, Forscher vom Max-Planck-Institut in Golm, Wissenschaftler der Universität Karlsruhe (TH) sowie der Universität Bielefeld zusammen geschlossen um Mikroalgen so zu verändern, dass sie große Mengen Wasserstoff zur umweltfreundlichen Energiegewinnung produzieren. Den Vorteil in der Nutzung von einzelligen Grünalgen (Chlamydomonas reinhardtii) sieht Professor Michael Hippler wie folgt: „Sie benötigen kein fruchtbares Land, im Gegensatz zu Nutzpflanzen, die zur Herstellung von Biokraftstoffen angebaut werden, und sie treten nicht in Konkurrenz mit der Nahrungsmittelproduktion. Zudem verbrauchen sie wesentlich weniger Wasser - das ist gerade in trockenen Gebieten extrem wichtig.” (Quelle) Der Prozess der Wasserstoffbildung wird dann bevorzugt, wenn während der Photosynthese Sauerstoff oder Schwefel in der Umgebung fehlt. Bisher können jedoch nur ca. 0,1% des Lichteinfalls zur Umsetzung genutzt werden, erst durch Genveränderung soll eine industrierelevante Steigerung auf 7-10% erreicht werden. Neben dem biologischen Aspekt werden zusätzlich der Einfluss von künstlichem zu natürlichem Sonnenlicht und die Reaktorgröße untersucht.

Verwandte Artikel