Seit einigen Jahren erobert der Asiatische Marienkäfer Europa. Und marschiert mit erstaunlicher Geschwindigkeit von Westen nach Osten.
Eigentlich stammt der Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) aus China und Japan. Doch er wurde in den USA und später auch in Europa zur Schädlingsbekämpfung in Gewächshäusern eingeführt. Er ist ein ausgesprochener Vielfraß, vertilgt am Tag 100 bis 300 Blattläuse - mehr als doppelt so viele wie die europäischen Marienkäfer. Irgendwann aber büxten einige der Asiatischen Käfer aus und vermehrten sich explosionsartig. In vielen Gebieten Deutschlands treten die Käfer seit einigen Jahren massenweise auf und werden vor allem im Herbst zur Plage, wenn sie große Schwärme bilden und in Häusern überwintern. Ein besonderes Problem stellt der Marienkäfer für die Weinwirtschaft dar. Gelangen die Marienkäfer im Zuge der Weinlese mit in den Verarbeitungsbereich, kann dies zu beträchtlichen Einbußen hinsichtlich der Weinqualität führen. Die Weine werden in der Sensorik mit Beschreibungen, wie “bitter, Paprika, Erdnussbutter, Spargel”, charakterisiert. Als Hauptgeruchskomponente, die der Körperflüssigkeit des Marienkäfers entstammt, konnte die Substanz 2-Isopropyl-3-methoxypyrazin (IPMP) identifiziert werden.
by Kristin Thurm
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Hier wieder ein aktuelles Bild der Woche von der Fotografin Kristin Thurm.
Das Bild stammt aus ihrer Namibia-Serie und zeigt eine Oryx-Antilope. Diese leben, neben Springböcken, überwiegend im Etosha Nationalpark.
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Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller und das Nachrichtenmagazin “Focus” haben die Siegerfotos 2008 ihres Wettbewerbs “Bilder der Forschung” gekürt. Bereits seit drei Jahren werden die schönsten und faszinierendsten Aufnahmen aus dem Laboralltag prämiert.
Sieger und Platz 2 in der Kategorie “Faszination Forschung” wurde Martin Oeggerli mit einer kolorierten Raster-Elektronen-Mikroskop-Aufnahme der Caulobacter crescentus Bakterie und eines Schmetterlingsei. Der 3.Platz geht an eine Aufnahme von Jens Gyarmaty zum Thema Einfluss von CO2- und Ozonemissionen auf die Widerstandsfähigkeit von Bäumen.
Weitere Preise wurden in der Kategorie “Gesichter der Forschung” vergeben.
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Nach einiger Zeit ohne neue Impression, hier nun wieder ein neues Bild der Woche. Auch diesmal handelt es sich um eine Aufnahme aus Kristin Thurms Namibia-Reise. Das Foto enstand während eines wunderschönen Sonnenuntergangs und zeigt auf faszinierende Weise das friedliche Zusammenleben von verschiedenen Tieren Afrikas.
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Wie die Nature in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, haben amerikanische Forscher um John Rogers der University of Illinois/ Urbana-Champaign ein elektronisches Auge mit einer konkav gekrümmten, netzhautähnlichen und lichtempfindlichen Sensorschicht entwickelt. Verbesserte Abbildungseigenschaften, auch am Rand des Bildes, sind die Folge. Erreicht werden kann dies mit Inseln aus Silizium-Pixeln, die durch Metallverbindungen verknüpft sind. Bisherige Kamerachips waren ausschließlich eben. Der neue Aufbau ermöglicht 256 Pixel durch 16×16 Silizium-Inseln, die auf eine gespannte Membran aufgebracht und dort verknüpft werden. Beim Entspannen zieht sich die Membran zu einer Halbkugel zusammen. In weiteren Untersuchungen werden nun die Pixeldichte und -menge variiert.
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