Kunststoff und ein Schaltkreis -passt das zusammen?

In einem Kooperationsprojekt haben deutsche (BASF) und amerikanische (Polyera) Forscher einen Plastiktransitor aus einem Kunststoff auf Naphthalenbasis entwickelt.
Die Verarbeitung des Kunststoffs erfolgt mittels eines Tintenstrahldruckers auf einer mit elektrischen Goldkontakten vorbereiteten Oberfläche, da sich so dünne, flexible Schaltkreise herstellen lassen. Ein erster Prototyp zeigt einen hohen Wert für die Elektronenbeweglichkeit und damit Leistungsfähigkeit des Polymerhalbleiters, dennoch liegen die Werte noch deutlich unter denen des bisher verwendeten Siliziums. Ein Einsatz in der PC-Hardware scheint daher zunächst unrealistisch, aber in Wegwerf-Etiketten durchaus denkbar.

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Neuer Meilenstein beim Wirkungsgrad von Solarzellen

photovoltaik-element_mit_strommastMit 41,1% Wirkungsgrad ist dem Fraunhofer-Institut für Solar Energiesysteme ISE ein bisher unereichtes Ergebnis für die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom gelungen.
Dafür konzentrierten die Forscher das eingestrahlte Sonnenlicht um das 454fache auf eine 5 mm² kleine Mehrfachsolarzelle. Bereits seit 1999 arbeitet das Team an metamorphen Solarzellen aus III-V-Halbleiterkombinationen. Derzeit werden an Zellen aus Ga0.35In0.65P/Ga0.83In0.17As auf Galliumarsenid oder Germanium-Substraten geforscht. Eingesetzt wird diese Bauweise vor allem in photovoltaischen Konzentratorsystemen in Solarkraftwerken in Ländern mit viel direktem Sonnenlicht.

In Zusammenarbeit mit den Firmen Azur Space in Heilbronn sowie Concentrix Solar GmbH in Freiburg soll nun schnellstmöglich Marktreife und damit verbunden Konkurrenzfähigkeit erreicht werden.

Weitere Infos zum Projekt und Ergebnisse der Untersuchungen direkt über diesen Link.

(Bildquelle: © RainerSturm/ PIXELIO)

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Kopfschmerzen adé…

Nach dem Champagnergenuss kann es sein, dass am 01.01.2009 der Kopf ganz gewaltig brummt. Wer nun den direkten Weg zum Arzneischrank ansteuert, dem sei gesagt, schottische Forscher haben in vorläufigen Studienberichten veröffentlicht, dass der menschliche Körper wohl in der Lage ist, das Schmerzmittel Salicylsäuresalicylic_acid_chemical_structure (Bildquelle)  selbst herzustellen. Bereits 1990 wiesen Wissenschaftler das Abbauprodukt der Acetylsalicylsäure im Urin und Blut von Probanden nach. Damalige Erklärungen gingen jedoch davon aus, dass diese Spuren aus der pflanzlichen Nahrung kommen. Neuere Erkenntnisse ergaben jedoch, dass gerade mal 20% daher aufgenommen werden, zu wenig also um die nachgewiesenen Mengen zu erklären. Auch die Theorie der Umwandlung aus Benzoesäure, die über Konservierungsstoffe aufgenommen wird, konnte nicht bewiesen werden.
Nun formulierte das schottische Team die These, dass menschliche Organismen die Fähigkeit besitzen, Salicylsäure selbst zu produzieren. Interessant ist jetzt, welche Funktion übernimmt die Substanz neben der Schmerz- und Entzündungshemmung im Körper und welche Ansätze ergeben sich daraus für die Medikamentenforschung.

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Beschwipste Diamanten Reloaded

An anderer Stelle hatte ich ja über das feuchtfröhliche Forschungsprojekt einer mexikanischen Wissenschaftlergruppe berichtet. Nun habe ich auch in meinem zweiten Blog darüber geschrieben und dort ist eine kleine Diskussion entstanden, dabei kam dann die Frage nach der Menge der notwendigen Hauptzutat auf. Lars Fischer, ein Chemie-Blogger-Kollege (hier und hier), hat sich dem Ganzen mal angenommen und zusammen gerechnet. Wer also noch nichts für die Liebste zum Weihnachtsfest hat, kann ja mal einen Versuch starten…

Ein Karat Diamant sind 0,2 Gramm reiner Kohlenstoff, also 0,017 Mol. Normaler Tequila enthält 40 Vol-% Ethanol, das sind etwa 320 Gramm oder ca. 7 Mol. Ein Mol Ethanol enthält zwei Mol Kohlenstoff, d.h. ein Liter Tequila enthält ungefähr 14 Mol (170 g) Kohlenstoff.

Dementsprechend würden etwa 1,2 Milliliter Tequila für ein Karat Diamant reichen. (Rechnungsquelle)

Über einen Ergebnisbericht im Nachhinein würde ich mich freuen.

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Funktionskleidung 2.0

Regen- und windabweisende Stoffe für Schuhe, Kleidung und Outdoorequipment sind seit Jahren sowohl in der Sportindustrie, aber auch im alltäglichen Gebrauch etabliert. Vorbild für diese Entwicklung war ursprünglich mal der Lotuseffekt viele Pflanzen. Doch bei der Umsetzung in der Textilveredelung gab und gibt es ständig neue Ansätze. Eine interessante Idee hat nun eine schweizer Forschungsgruppe präsentiert. Sie beschichteten Polyestergewebe mit Milliarden von Silikon-Nanofilamenten und erreichten so, dass Wassertropfen auf diesem Gewebe als sphärische Kugeln perlen.  Bereits die geringste Neigung führt dann dazu, dass die Wassertropfen rückstandsfrei abrollen. Erste Dauertests haben gezeigt, dass der erreichte Effekt eine hohe Langzeitbeständigkeit aufweist. Neben dem Einsatz in der Kleidungsbranche sehen die Wissenschaftler auch die umweltschonenden Imprägnierung von Holz oder Fassaden als mögliches Einsatzgebiet.

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