Das wäre ein Segen für alle Autobesitzer ohne schützende, wohl temperierte Garage. Dank alltagserleichternder Forschung am Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik (IST) in Braunschweig soll bald der morgendliche Start in den Wintermonaten für alle PKW-Nutzer nicht durch lästiges Kratzen, Fluchen und Finger erfrieren hinaus gezögert werden.
Die Wissenschaftler haben ein neuartiges Verfahren entwickelt, um transparente, leitfähige – damit heizbare – Schichten herstellen zu können, welche zusätzlich niedrig emittierend sind und somit langsamer abkühlen. Kondenswasser bildet sich nahezu überhaupt nicht, die Scheibe bleibt trocken und eisfrei und der Besitzer ist glücklich.
Vorteil gegenüber biserigen Methoden ist die extreme Stabilität der Schichten, kombiniert mit hervorragende optische und elektrische Eigenschaften.
Anwendung findet hierbei die HIPIMS-Technologie, „High Power Impulse Magnetron Sputtering“. Beschleunigte Edelgasionen schießen Atome aus einer ITO-Platte heraus. Diese lagern sich dann im Vakuum auf einem entsprechenden Substrat ab. Abhängig von der Puls- und Leistungsbedingungen beim Sputtern, sind die Forscher in der Lage Textur und Morphologie der Schicht zu beeinflussen und die gewünschten Eigenschaften kontrolliert darzustellen.
So ein Chemiestudium dauert ja in der Regel um die 5 Jahre. Dazu gehören Vorlesung, Seminare und die allseits geliebten Praktika in allen Fächern. Vor allem die Organik-(Mehrstufen)-Synthesen haben es da so in sich. Nie stimmt die Ausbeute mit den Werten aus der Vorschrift überein (auch wenn man schon die doppelte Menge im Ansatz genommen hat), die jeweiligen Farbumschläge sind auch nur mit viel Phantasie erkennbar und die Analysen ergeben meist ein total unreines Gemisch an Verbindungen. Nach Abschluss meines Studiums habe ich erschreckende Parallelen zu einigen Gesetzen nach Murphy gefunden. Hier nun ein paar weitere Beispiele, die meine Erfahrungen verdammt gut beschreiben.
Einheiten werden stets in den am wenigsten gebräuchlichen Bezeichnungen angegeben.
Wenn es klemmt - wende Gewalt an. Wenn es kaputt geht, hätte es sowieso erneuert werden müssen.
Die interessantesten Experimentalergebnisse treten nur einmal auf.
Nichts ist so einfach, als dass man’s nicht falsch machen könnte.
Wenn mehrere Dinge schief gehen können, wird alles auf einmal, mindestens aber das schief gehen, was den größten Schaden anrichtet.
Egal was schief geht - immer ist jemand da, der das schon im Voraus gewusst hat.
Wenn ein Experiment gelingt, dann ist vorher etwas schief gegangen.
Aber nicht entmutigen lassen, ist das Praktikum überstanden, fragt man sich, warum man sich ständig solch einen Stress gemacht hat. Denn das nächste ist immer noch eine Stufe schlimmer.
Am 09.Februar hat die Cern (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire - Europäische Organisation für Kernforschung) einen vorläufigen Zeitplan für die Wiederinbetriebnahme des Large Hadron Collider (LHC) in Genf veröffentlicht.
Laut Pressemitteilung soll der Teilchenbeschleuniger Ende September erstmals wieder “warm laufen”, Ende Oktober sollen dann wohl erste Kollisionen induziert werden. Ruhe vorm Weltuntergang gibt es über Weihnachten, um dann bis Herbst 2010 durchgehend zu experimentieren.
Als Untersuchungsanstze sind neben den Proton-Proton-Kollisionen zusätzlich Blei-Ionen-Kollisionen vorgesehen. Hoffentlich läuft diesmal alles ohne Zwischenfälle, damit die vier Experimente ATLAS, CMS, LHCb und ALICE ausreichend Daten für erste Physikanalysen detektieren können.
Texanische Wissenschaftler haben ein 3nm-kleines Auto konstruiert, welches bei Raumtemperatur fahrtüchtig ist. Nachdem bereits 2005 ein Prototyp des Nano-Cars entwickelt wurde, der sich aber erst ab 200°C bewegte, präsentieren die Forscher nun ihr neues Modell. Es besitz einen Scheinwerfer aus einem fluoreszierenden Rhodaminmolekül, 3 lineare Kohlenstoffbindungen bilden das Fahrgestell und die „Buckyball“-Räder des Vorgängers wurden durch annähernd runde Moleküle aus Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Boratomen ersetzt.
Nach Aussage des Forschungsteams der Rice University ist aber über den Einsatz in kommerziellen Produkten noch längst nicht nachzudenken, da sich die Manipulation einzelner Atome erst in den Anfängen befindet. Ideen aber gibt es bereits, sie reichen von Nano- Hebeln, -Getrieben, -Kugellagern oder -Flaschenzügen über Nano-Maschinen zur Neuordnung von Molekülen bis hin zu kompletten Nano- Baustellen.
Unter diesen Themenkomplex hat das Wissenschaftsportal scinexx ihr Schwerpunktthema der Woche gestellt.
Dem interessierten Leser werden dazu folgende Artikel präsentiert:
Autolärm und Abgase ade? - Elektroautos sind im Kommen (*)
Lithium-Ionen-Batterien sind der Schlüssel - Forscher arbeiten an Hochleistungsakkus (*)
Markt für Elektroauto-Batterien boomt - 30 bis 40 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr 2020? (*)
Flottenversuch Elektromobilität - Fahrzeugtauglichen Energiespeichermodulen auf der Spur (*)