Seepferdchen in der Nordsee

Nach 5 Jahren haben Forscher erstmals wieder Seepferdchen in der Nordsee entdeckt. Die in den Netzen gefundenen Tiere wurden in das Cuxhavener „Sea Life“ und in das Nordseehaus Dornumersiel gebracht. Die Wissenschaftler zählen die Seepferdchen zur Klasse der kurzschnäuzigen Seepferdchen (Hippocampus Hippocampus). Die Tiere besitzen nur geringe Schwimmfähigkeiten und sind so auf Seegras angewiesen um sich dort mit ihrem Schwanz einzuhaken. Der überraschende Fund wird damit ebenfalls mit einer Erholung des Seegraswachstums verbunden.

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    Blutspenden bald überholt!?

    Laut “New Scientist” ist es US-Amerikanischen Forschern gelungen stabile rote Blutkörperchen aus embryonalen Stammzellen zu gewinnen. Dafür wurden diese mit speziellen Nährstoffen und Signalproteinen versorgt, um so das Wachstum von Blutzellen anzuregen. Außergewöhnlich an dieser Methode ist, dass nach der Reifung der Kern ausgestoßen wurde. Bisherige Forschung hatten dies noch nicht erreicht. Erste Untersuchungen zeigen, dass die synthetischen Zellen in der Lage sind Sauerstoff zu transportieren. Nun hoffen die Wissenschaftler demnächst große Mengen Blutkörperchen der Blutgruppe 0 herzustellen, da die von keinem Empfänger abgestoßen wird.

    Bildquelle: Wellcome Images

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      Fruktose beschleunigt Fetteinlagerung

      In einer Studie mit sechs Probanden haben US-amerikanische Forscher gezeigt, dass eine erhöhte Fructoseaufnahme die Einlagerung von Fetten deutlich stärker stimuliert als das durch Glucose geschieht. In ihrer Untersuchung veränderten die Wissenschaftler das Glucose-Fructose Verhältnis in Fruchtsäften von 100:0, 50:50 und 25:75. Bereits ein Anteil von 50% Fructose steigert die Umwandlung von Zucker in Fett erheblich.
      Die Nahrungsmittelindustrie nutzt Fructose häufig als zusätzliches Süßungsmittel, da es deutlich billiger ist, als viele andere Zuckerarten. Für eine gesunde Ernährung sollte man daher auf extra gesüßte Produkte verzichten, aber den eigentlichen Fruchtkonsum nicht minimieren.

      Quelle: link

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      Wehrhafte Bakterien

      Um ihr Überleben zu sichern, schließen sich Bakterien meist zu einem Biofilm zusammen. Dieses Agreement dient hauptsächlich als Schutzwand gegen ihre natürlichen Feinde. Bisher ging man von einer ausschließlich physikalischen Wirkung aus. Verschiedene Forscher haben nun entdeckt, das einige dieser Stämme als weiteren Mechanismus toxische Stoffe bilden, die dann den Feind lähmen oder teilweise auch töten können. Ein Beispiel ist das Meeresbakterium Pseudoalteromonas tunicata, welches ein lilafarbenes Pigment (Violacein) absondert. Einzellige Feinde wie das Geißeltierchen Cafeteria roenbergensis werden dann beim Fressen sofort gelähmt. Diese neuen Erkenntnisse dienen nun als Ausgangspunkt weiterer Forschungen. Besonders interessant scheint mir hierbei die Weiterentwicklung von Desinfektionsmitteln für sterile Arbeitsflächen, wie in Krankenhäusern, die oft durch Infektionen der Patienten kontaminiert sind. Bisher gestaltete sich die rückstandslose Entfernung problematisch.

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      Treibstoff 2.0 – Bakterien füllen Autotanks

      Seit Wochen Monaten veröffentlichen die Zeitungen ständig neue Preisexplosionen auf dem Rohölmarkt (z.B.: aktuell hier), die fieberhafte Suche nach Alternativen läuft parallel dazu. Ideen gibt es viele: Wasserstoff, Elektromotoren, Brennstoffzellen oder Ethanol sind nur einige Vorschläge. Doch bisher konnte sich keine Methode wirklich durchsetzte. Meist scheitert es an fehlender Infrastruktur, oft aber an zu geringer Speicherkapazität oder einem mangelhaften Wirkungsgrad. Am einfachsten wäre es, wenn alles beim alten bliebe. Wir behalten die bisherigen Motoren und können das bestehende Tankstellennetz nutzen. Aber dafür müsste ein unerschöpfliches Ölvorkommen zur Verfügung stehen. Die natürlichen Quellen werden früher oder später zur Neige gehen, daher müssen neue Wege der Ölherstellung gefunden werden. Forscher zweier Start Ups der Hightech-Hochburg Silicon Valley arbeiten an der Herstellung von Benzin aus Pflanzenabfällen mittels Bakterien. Das Biotech-Unternehmen LS9 arbeitet mit gentechnisch veränderte E.-Coli-Bakterien, ihr Konkurrent Amyris setzt auf modifizierte Hefepilze. Der Mikro- und Systembiologe Uwe Sauer (ETH Zürich und Berater von LS9) schätz die Qualität des erzeugten Öls als sehr hoch ein. Den durch Modifikation in der Synthese hat man die Möglichkeit, jede Qualitätsstufe zu produzieren, bei gefördertem Öl verändern Verunreinigungen stetig die Zusammensetzung.
      Sollten sich diese Verfahren nach weiteren Tests als echte Alternative heraus stellen, bleibt nur die Frage nach der Produktionskapazität. Der Jahresbedarf der BRD lag 2007 bei ca. 750 Millionen Barrel. Laut LS9 können derzeit in einem 1000l Tank in einer Woche die Menge an künstlichem Öl produziert werden, die etwa 1 Barrel gefördertem Öl entspricht. Um also unseren Bedarf zu decken wäre eine Tankfläche von 53qm² notwendig.
      Bleibt ab zu warten, wie sich die Forschungen entwickeln, aber auf den ersten Blick klingt es, als hätten die Investoren im Silicon Valley, wie schon bei Intel, Apple oder Google, das richtige Näschen gehabt.

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