Als “buntes Schaf” der Familie hat sich offensichtlich seit 5,7Millionen(!) Jahren der rosarote Landleguan ganz individuell von seinen gelbgefärbten Artgenossen, den sogenannten Conolophus (Drusenköpfen) entwickelt. Zu wirklicher Beachtung kommt das bereits 1986 entdeckte Tier aber erst jetzt. Ein italienisches Forscherteam verglich das genetische Material der einzelnen farbigen Vertreter und stellten dabei erhebliche Unterschiede fest, so dass davon auszugehen ist, dass sich die Entwicklungslinie nicht erst vor 1,8Millionen Jahren, sondern schon viel eher trennte. Offensichtlich handelt es sich aber bei den “Rosadas” um scheue Exemplare, sie leben ausschließlich auf der Galápagos-Insel Isabela in der Nähe des Vulkans Wolf und ihre Entdeckung war wohl eher sehr zufällig. Vor Charles Darwin zumindest hatten sie sich erfolgreich versteckt.
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Die Raupenart Spodoptera exigua aus Südostasien wehrt sich gegen ihren Fressfeind, die Ameise, indem sie diese mit einem Sekret, das Tenside enthält, anspuckt. Das Insekt wird benetzt, die wasserabweisende Eigenschaft der Haut geht verloren und ihre Antennen verkleben. Irritiert läßt sie dann von der Raupe ab und putzt sich.
Die Forscher aus Deutschland und der Schweiz untersuchten neben dem Verteidigungsverhalten vor allem den Einfluss der Nahrung auf die Zusammensetzung des Sekrets. Dabei stellten sie fest, das der Tensidgehalt nicht wie bei anderen Tieren die diesen Mechanismus mit Giften aus ihrer Pflanzennahrung nutzen, nicht von der Art der Speisen abhängt.
Weitere Informationen zu den Ergebnissen von Michael Rostás (Universität Würzburg) gibt es in der Orginalpuplikation (Proceedings of the Royal Society B, DOI 10.1098/rspb.2008.1281).
(Bildquelle)
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Forscher des Fraunhofer Instituts Potsdam-Golm haben einen schaltbaren Kunststoff auf Basis von biokompatiblen Polyethylenglycol (PEG) entwickelt, der abhängig von der Umgebungstemperatur als Nährboden für biologische Zellen oder abweisend für diese reagiert. Jean-François Lutz erklärt das Prinzip wie folgt:
„Bei 37 °C, also der Temperatur, bei der die Zellen gezüchtet werden, ist der Kunststoff wasserabweisend - die Zellen fühlen sich darauf sehr wohl und breiten sich aus. Kühlt man den Kunststoff auf 25 °C ab, also auf Raumtemperatur, zieht das Material Wasser an: Die Zellen meiden den Kontakt, werden fast kugelförmig und lassen sich leicht herunter spülen. Die Zugabe eines Enzyms wird so überflüssig“. (Quelle: link)
Sollten weitere Versuche erfolgreich verlaufen, könnten temperatursensitive, schaltbare Petrischalen in 2-3 Jahren serienmäßig produziert werden.
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Nach 5 Jahren haben Forscher erstmals wieder Seepferdchen in der Nordsee entdeckt. Die in den Netzen gefundenen Tiere wurden in das Cuxhavener „Sea Life“ und in das Nordseehaus Dornumersiel gebracht. Die Wissenschaftler zählen die Seepferdchen zur Klasse der kurzschnäuzigen Seepferdchen (Hippocampus Hippocampus). Die Tiere besitzen nur geringe Schwimmfähigkeiten und sind so auf Seegras angewiesen um sich dort mit ihrem Schwanz einzuhaken. Der überraschende Fund wird damit ebenfalls mit einer Erholung des Seegraswachstums verbunden.
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Laut “New Scientist” ist es US-Amerikanischen Forschern gelungen stabile rote Blutkörperchen aus embryonalen Stammzellen zu gewinnen. Dafür wurden diese mit speziellen Nährstoffen und Signalproteinen versorgt, um so das Wachstum von Blutzellen anzuregen. Außergewöhnlich an dieser Methode ist, dass nach der Reifung der Kern ausgestoßen wurde. Bisherige Forschung hatten dies noch nicht erreicht. Erste Untersuchungen zeigen, dass die synthetischen Zellen in der Lage sind Sauerstoff zu transportieren. Nun hoffen die Wissenschaftler demnächst große Mengen Blutkörperchen der Blutgruppe 0 herzustellen, da die von keinem Empfänger abgestoßen wird.
Bildquelle: Wellcome Images
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