Zweiter Versuch für die Technische Universität Dresden doch noch zur Exzellenzuniversität in Deutschland zu werden. Wie auf der Homepage der TU zu lesen und von zahlreichen Medien (hier & hier) verbreitet, arbeiten verschiedene Arbeitsgruppen erneut an der Präsentation, Umstrukturierung, Verbesserung, … um die Universität der sächsischen Landeshauptstadt diesmal erfolgreich bei der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder abschneiden zu lassen.
Passagen aus dem Pressetext:
“Aufbauend auf den Erfolgen der Vergangenheit will sich die TU Dresden in allen drei Förderlinien beteiligen und erfolgreich als Exzellenzuniversität aus dem Wettbewerb hervorgehen.” Dies sagte der Rektor der TU Dresden, Professor Hermann Kokenge, im Rahmen eines Pressegesprächs. [...]
Ein wesentlicher Baustein zur Vorbereitung der Bewerbung der TU Dresden für die Exzellenzinitiative war die Gründung der Wissenschafts- und Kultur-Allianz DRESDEN-concept. Innerhalb dieser 2009 gegründeten Allianz bereiten vier hochrangig aus den Partner-Institutionen besetzte Arbeitsgruppen (Scientific Area Committee: SAC) die wissenschaftlichen Anträge vor. [...]
Ein weiterer wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Exzellenz ist die Schaffung neuer Strukturen innerhalb der Universität. Die strukturellen Überlegungen haben das Ziel, die Universität effizienter, schneller und leistungsfähiger zu machen. [...]
Darüber hinaus begrüßte Prof. Kokenge ausdrücklich die Ankündigung der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Sabine von Schorlemer, einen Landesfonds für Exzellenz einrichten zu wollen. “Aus meiner Sicht war die Zurückhaltung des Landes in der 1. Programmphase der Exzellenzinitiative ein Grund, dass wir nicht den Titel “Eliteuniversität” erringen konnten.” [...]
In einem Vergleich von 18 deutschen Universitäten belegt die TU Dresden mit einem Betreuungsverhältnis von durchschnittlich 72, 5 Studierenden pro Professor lediglich Platz 13.
Und wie stehe ich dazu? Generell befürworte ich die Bewerbung, denn die TU sollte alles tun, um wettbewerbsfähig im nationalen und internationalen Vergleich zu bleiben. Doch sind die angekündigten Pläne wirklich realistisch. Wird sich die Beschäftigungssituation gerade der zahleichen Doktoranden dadurch verbessern. Und was wird aus den Plänen, wenn die Bewerbung erneut scheitert. Sind sie dann hinfällig. Ich arbeite gern hier, doch ist das nur mit ausreichend Idealismus möglich, denn halbe Bezahlung bei voller Arbeit ist nun mal das Charakteristikum einer Promotion.
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Nach meinen morgendlichen Stöbern durch die Tagesnachrichten stieß ich heute auf einen überaus interessanten Artikel, der mich zum Nachdenken brachte…
http://www.sueddeutsche.de/,ra1m1/politik/422/500686/text/
Der Film Avatar, der Schätzungen zufolge Kosten von 300 Millionen $ verschlang, zählt hier zu Lande zu einem der erfolgreichsten Filmen. Doch es gibt Länder, in denen er nicht auf die erhoffte Zustimmung stößt. Laut der Süddeutschen Zeitung wurde nun der Streifen in China verboten. Ausschließlich kleinere private Kinos dürfen ihn noch zeigen. Doch warum gerät Avatar so in Kritik, wo er bei uns sowohl die junge, als auch die ältere Generation begeistert?

@http://www.logolook.de
Die oberste Filmbehörde Chinas vertritt die Meinung, der Film könne zu sozialen Unruhen führen. Die Parallelen des chinesischen Volkes zu dem der Na’vi seien offensichtlich. 2010 findet in Shanghai die Weltausstellung statt und wegen dieser mussten zahlreiche Bürger ihre Wohnungen räumen. Das Phänomen konnte auch schon 2008 bei den Olympischen Sommerspielen in Peking beobachtet werden. Genau eine derartige Vertreibung spielt sich auch in Avatar ab, bei der die Menschen die Na’vi aus ihrem Lebensraum verdrängen wollen, auf erbitterten Widerstand stoßen und letztlich von ihrem Projekt ablassen müssen. So ziehen Kolumnisten und Blogger Chinas Parallelen zu Verzweiflungstaten der Anwohner, die sogar anrückende Bulldozer mit Molotow Cocktails bewarfen. Wegen Zwangsräumungen seien angeblich auch schon Menschen unter einstürzenden Gebäuden gestorben, berichtet die Süddeutsche.
Es stellt sich nun die Frage, ob eine derartige Zensur vertretbar ist. Kann ein ”Kinderfilm” ein ganzes Volk zu sozialen Unruhen bewegen? Ich wage das mal zu bezweifeln…
by Erik Vranic
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Heute mal ein nicht ganz so wissenschaftlicher Beitrag. Es geht um die “Alltags”-Kunst und das “Gebrauchs”-Design rund um meinen Arbeitstag. Wie man ja meiner Vitae entnehmen kann, bin ich nun schon seit einigen Jahren an der Technischen Univerität Dresden. Dabei verbringe ich natürlich meine Hauptszeit in meinem Labor im Andreas Schubert Bau. Doch hin und wieder “verlaufe” ich mich auch mal in die anderen Gebäude auf dem Campus. Dabei begegnen mir zahlreiche architektonische Highlights. Meist laufe ich unbemerkt daran vorbei, doch hin und wieder nehme ich mir die Zeit und schaue mir das Ganze genauer an. Manchmal sind es nur schön gestaltete Alltagsdinge, manchmal künstlerich umgesetzte Forschungsgeräte.
Hin und wieder werde ich hier in meinem Blog ein paar meiner Lieblingsstücke vorstellen. Beginnen werde ich mit dem Treppenhaus im Hülse Bau. Nachdem die Renovierung nun abgeschlossen ist, zeigt sich, wie schick die vornehmlich geografisch geprägten Studenten durch die Etagen flanieren können. Ich kann mir vorstellen, dass so das Hin-und-Her Hetzen von Vorlesung zu Seminar mit etwas mehr Eleganz abläuft. Aber vermutlich hat man nach einiger Zeit dann doch keinen Blick mehr dafür.
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Liebe Leser!
Ich wünsche Euch Allen fröhliche Weihnachten, zahlreiche (bildende) Geschenke, kalorienhaltige Sünden, dicke Schneeflocken und entspannende Feiertage.
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Ein Anstieg des Meeresspiegels um knapp 2 Meter … Das bedeutet ein Horrorszenario für viele Küstengebiete. Doch laut einer Mitteilung der Technischen Universität Helsinki und des Potsdam- Instituts für Klimafolgenforschung könnte das geschehen. Und die Prognosen sind schlechter, als bisher angenommen wurden.
Martin Vermeer (TU Helsinki) und Stefan Rahmstorf (Potsdam- Institut für Klimafolgenforschung) untersuchten Klimadaten der vergangenen 130 Jahre. Und die Ergebnisse verheißen eine unheilvolle Zukunft. Der Meeresspiegelanstieg betrug in den letzten 20 Jahren im Schnitt 3,4mm. Das ist laut S. Rahmstorf doppelt so schnell wie im Durchschnitt des 20. Jahrhunderts. Demzufolge steht der Anstieg des Meeresspiegels in direktem Zusammenhang mit der Temperatur und bei weiterer Erwärmung schmelzen auch die Eisflächen schneller. Bezieht man alle Emissionsszenarien ein, könnte am Ende des 21. Jahrhunderts ein 1,90m höherer Meeresspiegel die Küstengebiete regelrecht unter Wasser setzen. Durch weiteren Eintrag anthropogener Schadstoffe in die Atmosphäre erwärmt sich diese immer mehr. Die Folge: Es wird wärmer und der Meeresspiegel steigt weiter!
Doch es gibt Klimaforscher, die die These aufgestellt haben, dass auf eine dramatische Erwärmung eine Abkühlung des Klimas folgt. Bekanntlich stellt der Golfstrom die Warmwasserheizung Europas dar. Der Motor dieser Meeresströmung liegt in der hohen Salzkonzentration im Nordatlantik. Diese senkt den Gefrierpunkt des Wasser und es strömt weiter in Richtung Norden. Da das kalte Wasser eine größere Dichte hat als warmes, sinkt es nun vor Grönland ab. Wird durch das Abschmelzen der Gletscher Süsswasser in das System gebracht, könnte dieser Motor geschwächt werden, weil das Wasser nun früher den Gefrierpunkt erreicht und weiter südlich absinkt. Das könnte eine Verschiebung der Klimazonen äquatorwärts bedeuten. Die Folge: Es wird kälter, aber der Meeresspiegel steigt nicht so hoch!
So oder so … beide Szenarien würden fatale Folgen für die menschliche Zivilisation mit sich bringen. Deshalb ist die derzeitig laufende Klimakonferenz in Kopenhagen von enormer Wichtigkeit für unsere Zukunft. Wir können also auf die Ergebnisse gespannt sein, da die Auswirkungen des Klimawandels uns und spätestens unsere Kinder direkt betreffen.
by Erik Vranic
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