300 Mio $ - eine Gefahr für einen Staat?

Nach meinen morgendlichen Stöbern durch die Tagesnachrichten stieß ich heute auf einen überaus interessanten Artikel, der mich zum Nachdenken brachte…

http://www.sueddeutsche.de/,ra1m1/politik/422/500686/text/

Der Film Avatar, der Schätzungen zufolge Kosten von 300 Millionen $ verschlang, zählt hier zu Lande zu einem der erfolgreichsten Filmen. Doch es gibt Länder, in denen er nicht auf die erhoffte Zustimmung stößt. Laut der Süddeutschen Zeitung wurde nun der Streifen in China verboten. Ausschließlich kleinere private Kinos dürfen ihn noch zeigen. Doch warum gerät Avatar so in Kritik, wo er bei uns sowohl die junge, als auch die ältere Generation begeistert?

Avatar

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Die oberste Filmbehörde Chinas vertritt die Meinung, der Film könne zu sozialen Unruhen führen. Die Parallelen des chinesischen Volkes zu dem der Na’vi seien offensichtlich. 2010 findet in Shanghai die Weltausstellung statt und wegen dieser mussten zahlreiche Bürger ihre Wohnungen räumen.  Das Phänomen konnte auch schon 2008 bei den Olympischen Sommerspielen in Peking beobachtet werden. Genau eine derartige Vertreibung spielt sich auch in Avatar ab, bei der die Menschen die Na’vi aus ihrem Lebensraum verdrängen wollen, auf erbitterten Widerstand stoßen und letztlich von ihrem Projekt ablassen müssen. So ziehen Kolumnisten und Blogger Chinas Parallelen zu  Verzweiflungstaten der Anwohner, die sogar anrückende Bulldozer mit Molotow Cocktails bewarfen. Wegen Zwangsräumungen seien angeblich auch schon Menschen unter einstürzenden Gebäuden gestorben, berichtet die Süddeutsche.

Es stellt sich nun die Frage, ob eine derartige Zensur vertretbar ist. Kann ein  ”Kinderfilm” ein ganzes Volk zu sozialen Unruhen bewegen? Ich wage das mal zu bezweifeln…

by Erik Vranic

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