Sweet Nano

Forscher der Inha Universität/ Südkorea haben Nano-Röhrchen, bestehend aus Dendronen und Cyclodextrinen synthetisiert.
Unter Dendronen versteht man baumförmig verzweigte Moleküle, hier im Experiment mit vier Kohlenwasserstoff-Ketten (=Äste) und einer Pyren-Gruppe (=Stammende). In Lösung lagern sich diese dann zu Vesikeln zusammen. Cyclodextrine sind ringförmig geschlossene Ketten aus Glucose-Sechsringen, die sich um die Pyren-Gruppen anlagern. Aus sterischen Gründen werden dann die Dendronen in nanoskopischen Röhren angeordnet.
Der innovative Ansatz dieser Idee ist, dass die Cyclodextrin-Oberflächen nun mit verschiedenen Gruppen funktionalisiert und als Biosensor für den Proteinnachweis verwendet werden können. Ebenfalls vorstellbar ist die Bindung von Gold-Nanopartikeln für die Anwendung in der Nano-Elektronik.

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Selbstorganisation von Nanobausteinen zu “Minitur-Bauwerken”

Münchner Wissenschaftler haben sich die Natur zum Vorbild genommen um komplexe Strukturen durch Selbstorganisation mittels Nano-Vorlagen zu erzeugen. Dafür werden Einzelmoleküle (im Beispiel Biotin – Vitamin H) mittels Rasterkraftmikroskopie von einem Trägerdepot entfernt und in einem vorgegebenen Nano-Muster neu angeordnet. Der Schritt der Selbstorganisation wird über Streptavidin-Moleküle realisiert, die im Schloss-Schlüssel-Prinzip andocken und so beliebige Nano-Bausteine zu Mustern verbinden. Die Fehlerkorrektur gelingt in dem neu entwickelten Prinzip live, da der Aufbau über die Mikroskopie direkt verfolgt wird.
Eine potentielle Anwendung könnte die gezielte Aneinanderreihung von Enzymen zur Erzeugung von Molekülfabriken sein, die wie Zellulose-Ligninkomplexe für die Energiegewinnung durch Spaltung einen Fortschritt in der Produktion von Bio-Kraftstoffen gelten.

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Beschwipste Diamanten

Der Legende nach gilt Tequila als Geschenk der Götter. Doch offensichtlich steckt noch vielmehr als der schnöde Genuss hinter dem Nationalgetränk. Forschern um Miguel Apatiga der Nationalen Autonomen Universität Mexiko ist es gelungen, durch Erhitzen von weißem Tequila einen Dampf zu erzeugen, der auf rostfreien Stahl eine dünne Diamanten-Schicht hinterläßt. Für die Herstellung von Schmuck sind sie zwar zu klein, aber zum Nachweis von Strahlung, der Beschichtung von Werkzeugen und als Ersatz für Silizium in Computerchips scheinen die Diamanten durchaus geeignet.

Jetzt stellt sich mir nur die Frage, wie kommt man auf solch einen Forschungsansatz?

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Nano mischt Stoffgebiet der Legierungen auf

Wissenschaftler aus Marburg und Bochum haben unter der Leitung von Professor Gernot Frenking eine neue Stoffklasse auf dem Gebiet der Legierung definiert. Neuartig daher, da zwölf Zinkatome im Nanometer-Maßstab an das Zentralatom aus Molybdän gebunden sind. Bisher ging man davon aus, dass höchstens neun Atome stabil sind. Ebenfalls beeindruckend war für die Chemiker die Erkenntnis, dass Zentralatom und Liganden Elektronen für die Bindung zur Verfügung stellen.
Entsprechend theoretischen Berechnungen sind dem Forscherteam nach, weitere Kombinationen, beispielsweise mit Goldatomen, denkbar.

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Blogging for Science by Claudia Kaiser feiert Geburtstag

Heute feiert mein Chemie Blog seinen ERSTEN Geburtstag. Seid nunmehr 365 Tagen versuche ich mehr oder weniger regelmäßig über die bunte Welt der Naturwissenschaften mit all ihren Geheimnissen, Faszinationen und Hintergründen zu berichten. Immer mehr (auch treue) Leser verfolgen meine mittlerweile über 200 Beiträge, einige diskutieren fleißig mit und auch große Wissenschafts-Communities wie das Wissenschaftscafe und die Scilogs sind auf mich aufmerksam geworden. Ich freue mich auf die nächsten 52 Wochen, wünsche mir selbst Motivation, Zeit und Durchhaltevermögen und Grüße alle meine Leser.

(Bildinspiration)

UPDATE:
Und pünktlich zum Geburtstag gibts von der Redaktion des Onlineauftritts von Spektrum der Wissenschaft  noch eine Erwähnung meiner Blogging-Tätigkeit für “Wissenslogs”. In ihrem Artikel “Schritt für Schritt in die Nanowelt von morgen” berichten sie von meinen “Nano-Wochen”.

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