Selbstorganisation von Nanobausteinen zu “Minitur-Bauwerken”

Münchner Wissenschaftler haben sich die Natur zum Vorbild genommen um komplexe Strukturen durch Selbstorganisation mittels Nano-Vorlagen zu erzeugen. Dafür werden Einzelmoleküle (im Beispiel Biotin - Vitamin H) mittels Rasterkraftmikroskopie von einem Trägerdepot entfernt und in einem vorgegebenen Nano-Muster neu angeordnet. Der Schritt der Selbstorganisation wird über Streptavidin-Moleküle realisiert, die im Schloss-Schlüssel-Prinzip andocken und so beliebige Nano-Bausteine zu Mustern verbinden. Die Fehlerkorrektur gelingt in dem neu entwickelten Prinzip live, da der Aufbau über die Mikroskopie direkt verfolgt wird.
Eine potentielle Anwendung könnte die gezielte Aneinanderreihung von Enzymen zur Erzeugung von Molekülfabriken sein, die wie Zellulose-Ligninkomplexe für die Energiegewinnung durch Spaltung einen Fortschritt in der Produktion von Bio-Kraftstoffen gelten.

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