Nano ganz fix
Wenn es um die Nutzung der Nanotechnologie geht, sind medizinrelevante Anwendungen ein wichtiger Argumentationspunkt. Gerade auf dem Gebiet der Krebstherapie wird mit Hochdruck nach Methoden gesucht, Tumorzellen lokal zu entfernen, ohne angrenzendes Gewebe zu zerstören. Ein Ansatzpunkt ist der “vor-Ort”-Einsatz entsprechender Medikamente. Dafür sind schnelle, steuerbare Transportmedien eine Grundvoraussetzung. Wissenschaftlern der University of California in San Diego und der Arizona State University haben neuartige Nanodrähte mit einer Silber-Gold-Legierung entwickelt, die eine Geschwindigkeit von 150 Mikrometer pro Sekunde erreichen. Bisher bestanden die Enden der Nano-Stäbchen aus Gold und Platin und konnten nur 10 bis 20 Mikrometer pro Sekunde zurücklegen. Die Funktionsweise der neuen “Nano-Motoren” wird wie folgt erklärt:
Das Platin-Segment katalysiert die Spaltung des Wasserstoffperoxids (H2O2) in Sauerstoff (O2) und Protonen (H+). Es nimmt die überschüssigen Elektronen auf. Diese wandern in das Silber- Gold-Segment, wo sie die Reduktionsreaktion von H2O2 und Protonen zu Wasser anzukurbeln. Die Freisetzung von Sauerstoff und Wasser erzeugt eine kleine Strömung, die das Nanoröhrchen durch die Flüssigkeit treibt, die Platin-Seite voran. (Quelle)
Weitere Anwendungsmöglichkeiten sehen die Wissenschaftler in der Beseitigung von Ablagerungen in Aterien oder dem Transport von Analytmolekülen durch die Kanäle von Lap-on-a-Chip-Diagnostiksystemen.
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