Einer der größten Kritikpunkte an der Nanotechnologie ist die fehlende breite Anwendbarkeit der entwickelten Systeme. Nun ist es Dresdner Forschern gelungen in einer Studie Nanoteilchen für hyperthermischen Behandlungen in der Krebstherapie erfolgreich zu testen. Dabei wurden Carbon nanotubes, (CNTs) des Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden, mit magnetischen Partikel gefüllt, gezielt in Tumorgewebe transportiert und dort kontrolliert aufgeheizt. Die Kontrolle erfolgte mittels CNTs die mit Kupferiodid gefüllt wurden, die in der Magnetresonanz temperaturabhängige Änderungen detektieren.
Einen entscheidenden Vorteil sehen die Wissenschaftler in der kontaktlosen Temperaturmessung, so dass operative Eingriffe vermindert werden könnten.
Die Herstellung der Nanoröhrchen und Funktionsweise kann im Orginalartikel von Anastasia Vyalikh et. al nachgelesen werden.
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Wissenschaftler der TU Graz konnten in einem aktuellen Forschungsprojekt die Struktur von Einzelmolekül-Schichten mit einer Dicke von drei Nanometern nachweisen. Dieser Fingerabdruck eines 2D-Kristalls stellt einen entscheidenen Ausgangspunkt für die Anwendbarkeit der so genannten “bottom-up”-Elektronik dar.
„Bei der bottom-up-Elektronik werden die Bauteile aus den kleinstmöglichen Einheiten der Materie zusammengefügt. Das Konzept ist revolutionär und erlaubt, elektronische Bauteile in kleinst möglichen Dimensionen mit einfachsten Mitteln zu gestalten” (Quelle)
Um den Nachweis der Kristalle zu erreichen, wurden unter Anderem Messungen mit der Europäischen Synchrotronstrahlungsquelle in Grenoble durchgeführt.
Das Kooperationsprojekt zwischen den Niederlanden, Russland, Deutschland und Österreich stellt laut einem Artikel in der Nature, eine erste Verbindung von Grundlagenforschung und konkreter Anwendung dar.
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Vor mehr als 50 Jahren hat der Chemiker Stanley Miller seine bahnbrechenden Versuche zur Entstehung des Lebens auf der Erde durchgeführt. Nun haben Wissenschaftler Orginalproben des Experiments des 2007 Verstorbenen gefunden und diese neu analysiert.
Miller zeigte damals, dass sich Biomoleküle bei elektrischer Entladung aus Methan, Ammoniak und Wasserstoff bilden. Er verwendete drei Versuchsansätze:
In allen Fällen wurde Wasser erhitzt, dessen aufsteigender Dampf eine Strömung erzeugte. Diese transportierte eine Gasmischung, deren Zusammensetzung nach damaligem Wissen der der frühen Erdatmosphäre entsprach, zu zwei Elektroden, an denen eine elektrische Entladung einen Blitz simulierte. Nach mehreren Tagen bildete sich dabei ein Gemisch größerer und kleinerer organischer Moleküle, darunter auch Aminosäuren, wie sie Organismen zum Bau von Eiweißverbindungen verwenden. Das zweite Experiment unterschied sich im Aufbau lediglich durch eine Art zusätzlich eingebautes Saugventil, das den Wasserdampf schneller strömen ließ und die Dynamik veränderte. Die dritte Variante verwendete ein anderes Entladungssystem. Von allen Versuchen nahm Miller Proben, die er bis zu seinem Tod im Labor aufbewahrte. (Quelle)
Die neuen Untersuchungen konnten jetzt Millers Ergebnisse erweitern. So entstanden im Orginalexperiment nicht nur fünf, sondern 14 Aminosäuren. Im zweiten Aufbau, der einer Dampfwolke von Vulkanen entspricht, konnten nun 22 Verbindungen nachgewiesen werden.
Bildquelle: wissenschaft.de
veröffentlicht: Jeffrey Bada (Scripps-Forschungsinstitut in La Jolla) et al.: Science, Bd. 322, S. 404 (link)
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Diese mit 5 Millionen Euro dotierte Auszeichnung wird von der Bundesregierung an herausragende Wissenschaftler vergeben, die dann fünf Jahre an deutschen Hochschulen arbeiten sollen.
In diesem Jahr wurden erstmals Preisträger aus dem In- und Ausland benannt, unter ihnen die Molekularbiologin Ulrike Gaul. Ob die neun benannten Forscher die Professuren zum nächsten Jahr auch wirklich besetzten, entscheidet sich bis Anfang November.
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… im April soll es endlich wieder soweit sein. Nachdem der Teilchenbeschleuniger der Cern bereits während der ersten Versuche seinen Dienst zunächst quittierte, gehen die Forscher nun davon aus, dass Ende April wieder experimentiert werden kann. Grund für den langen Ausfall sind unter Anderem die aufwendigen Reparaturbedingungen, denn der Tunnel in dem der Urknall simuliert werden soll, muss zunächst von -271,3°C auf Raumtemperatur erwärmt werden. Laut Rolf-Dieter Heuer (designierte Generaldirektor des Europäischen Kernforschungszentrum CERN) dauert dies bis zu drei Wochen.
Empfehlen kann ich in diesem Zusammenhang die Ausstellung “Weltmaschine” im U-Bahnhof Bundestag in Berlin und die zugehörige Homepage. Noch bis zum 16. November 2008 können sich Interessierte hier über das Projekt und die physikalischen Hintergründe informieren.
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