Seit einigen Jahren erobert der Asiatische Marienkäfer Europa. Und marschiert mit erstaunlicher Geschwindigkeit von Westen nach Osten.
Eigentlich stammt der Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) aus China und Japan. Doch er wurde in den USA und später auch in Europa zur Schädlingsbekämpfung in Gewächshäusern eingeführt. Er ist ein ausgesprochener Vielfraß, vertilgt am Tag 100 bis 300 Blattläuse – mehr als doppelt so viele wie die europäischen Marienkäfer. Irgendwann aber büxten einige der Asiatischen Käfer aus und vermehrten sich explosionsartig. In vielen Gebieten Deutschlands treten die Käfer seit einigen Jahren massenweise auf und werden vor allem im Herbst zur Plage, wenn sie große Schwärme bilden und in Häusern überwintern. Ein besonderes Problem stellt der Marienkäfer für die Weinwirtschaft dar. Gelangen die Marienkäfer im Zuge der Weinlese mit in den Verarbeitungsbereich, kann dies zu beträchtlichen Einbußen hinsichtlich der Weinqualität führen. Die Weine werden in der Sensorik mit Beschreibungen, wie “bitter, Paprika, Erdnussbutter, Spargel”, charakterisiert. Als Hauptgeruchskomponente, die der Körperflüssigkeit des Marienkäfers entstammt, konnte die Substanz 2-Isopropyl-3-methoxypyrazin (IPMP) identifiziert werden.
by Kristin Thurm
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“Buckypaper” soll die Zukunft des Leichtbaus in der Computer- und dann auch Fahrzeugindustrie werden. Es handelt sich um ein Vlies aus Kohlenstoff-Nanoröhren, dass mittels eines Siebes aus einer Flüssigkeit geschöpft wird. Prädestiniert für einen Einsatz als Werkstoff wäre es, da das Material folgende Eigenschaften vereint:
- 10x leichter als Stahl,
- 500x stabiler als dieser und
- strom- und wärmeleitfähig ähnlich einem Metall.
Was als Zufallsprodukt bei einem Experiment zur Erklärung der Entstehung von Kohlenstoff in Sternen entstand, kann sich zu einer ernst zunehmenden Konkurrenz für die bisher verwendeten Verbundwerkstoffe entwickeln. Den Namen erhielt die Verbindung wegen seiner Struktur, sie ähnelt einem Fußball aus 60 Kohlenstoffatomen. Sein Entdecker Harry Kroto benannte es nach dem Architekten Richard Buckminster Fuller, der geodätischen Kuppeln entworfen hatte. 1996 bekam Kroto gemeinsam mit zwei Kollegen den Chemie-Nobelpreis für diese Entdeckung.
Doch bevor das “Buckypaper” endgültig zum Einsatz kommt sind noch einige Problem zu lösen. Da die einzelnen Nano-Röhren zusammen klumpen, erreicht das Papier nur ein Bruchteil seiner Stabilität, außerdem ist die Herstellung bisher teuer und nur in geringen Mengen möglich.
Neben dem Karosseriebau sehen die Forscher Elektroden für Brennstoffzellen, Superkondensatoren und Batterien als mögliche Endprodukte.
(Bildquelle)
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Wissenschaftler vermuten schon länger, dass Goldpartikel einen nicht unwesentlichen Einfluß auf die Facettierung von Nanodrähten haben. Nun konnten Forscher der Universität Duisburg-Essen (UDE) und dem IBM-Forschungslabor in Yorktown Heights (USA) erstmals in einem Experiment nachweisen, dass abhängig vom Goldanteil unterschiedlich stark ausgeprägte Zickzack-Muster entstehen. Ihre ersten Ergebnisse aus Elektronenmikroskopieaufnahmen veröffentlichte das Team in der aktuellen Ausgabe des “Nano Letters”. Erste Erklärungen gehen davon aus, dass die Partikel, die als Katalysator zum Wachstum der Drähte eingesetzt werden, an die Seitenflächen diffundieren und dort reagieren.
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Forscher des IFW Dresden berichten in der aktuellen Ausgabe der „Advanced Materials“ von ihrer Entwicklung der sich selbst aufrollenden Minimembranen. Diese Röhren im Mikro- und Nanometerbereich können sich aus eigenem Antrieb fortbewegen und werden zusätzlich magnetisch gesteuert. Die neuen Membranen bestehen aus Titan, Eisen, Gold und Silber und werden wie folgt hergestellt:
[...] werden durch die Technologie des Verspannungs-getriebenen Aufrollens dünner Schichten hergestellt. Dabei werden dünne Schichten so auf Oberflächen abgeschieden, dass in den Schichten eine mechanische Spannung besteht. Beim Ablösen der Schichten wird ein Teil der Verspannungsenergie freigesetzt, so dass sich die Schicht aufrollt oder verformt. Auf diese Weise können Nano- und Mikroröhren mit großer Präzision in bestimmten Durchmessern und aus ganz verschiedenen Materialien reproduzierbar hergestellt werden. [...] Nach dem Aufrollen der Titan-, Eisen-, Gold, Silberschichten entstehen Röhren, deren innerste Schicht aus Silber besteht. Diese dient gleichzeitig als Katalysator in der Reaktion von Wasserstoffperoxid zu Wasser und Sauerstoff. Die dabei gebildeten Sauerstoffblasen werden nach Angaben der Wissenschaftler aus den Röhren gestoßen und verursachen eine schnelle und gerichtete Bewegung der Minirakete. Die mittlere Geschwindigkeit von circa 0,15 Millimetern pro Sekunde setzt sich dabei aus einzelnen Schüben zusammen, die Werte bis zu 0,72 Millimeter pro Sekunde erreichen und von der Flüssigkeit ausgebremst werden. Relativ zur Größe des Objekts betrachtet, sind die Miniraketen damit schneller als jeder uns bekannte Fisch. Da die Röhren auch eine Schicht Eisen enthalten, kann ihre Bewegungsrichtung bequem durch ein äußeres Magnetfeld ferngesteuert werden. [Quelle]
Ziel soll es sein mit diesen “Miniraketen” Bewegung, Beschleunigung und Richtungsänderungen von Bakterien und Viren nachzubilden.
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Die Kamielie aus dem Pillnitzer Schlosspark wird in dieser Woche unter die fahrbare Glashaube zum Überwintern gebracht.
Die Besucher konnten 2008 23 Wochen lang die seit 1801 in Dresden wachsende Pflanze bewundern. Von Februar bis Mai zeigte sie sich sogar in voller Blüte.
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