Bild der Woche: Invasion der Marienkäfer
Seit einigen Jahren erobert der Asiatische Marienkäfer Europa. Und marschiert mit erstaunlicher Geschwindigkeit von Westen nach Osten.
Eigentlich stammt der Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) aus China und Japan. Doch er wurde in den USA und später auch in Europa zur Schädlingsbekämpfung in Gewächshäusern eingeführt. Er ist ein ausgesprochener Vielfraß, vertilgt am Tag 100 bis 300 Blattläuse - mehr als doppelt so viele wie die europäischen Marienkäfer. Irgendwann aber büxten einige der Asiatischen Käfer aus und vermehrten sich explosionsartig. In vielen Gebieten Deutschlands treten die Käfer seit einigen Jahren massenweise auf und werden vor allem im Herbst zur Plage, wenn sie große Schwärme bilden und in Häusern überwintern. Ein besonderes Problem stellt der Marienkäfer für die Weinwirtschaft dar. Gelangen die Marienkäfer im Zuge der Weinlese mit in den Verarbeitungsbereich, kann dies zu beträchtlichen Einbußen hinsichtlich der Weinqualität führen. Die Weine werden in der Sensorik mit Beschreibungen, wie “bitter, Paprika, Erdnussbutter, Spargel”, charakterisiert. Als Hauptgeruchskomponente, die der Körperflüssigkeit des Marienkäfers entstammt, konnte die Substanz 2-Isopropyl-3-methoxypyrazin (IPMP) identifiziert werden.
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