Nano-Papierflieger

“Buckypaper” soll die Zukunft des Leichtbaus in der Computer- und dann auch Fahrzeugindustrie werden. Es handelt sich um ein Vlies aus Kohlenstoff-Nanoröhren, dass mittels eines Siebes aus einer Flüssigkeit geschöpft wird. Prädestiniert für einen Einsatz als Werkstoff wäre es, da das Material folgende Eigenschaften vereint:
- 10x leichter als Stahl,
- 500x stabiler als dieser und
- strom- und wärmeleitfähig ähnlich einem Metall.
Was als Zufallsprodukt bei einem Experiment zur Erklärung der Entstehung von Kohlenstoff in Sternen entstand, kann sich zu einer ernst zunehmenden Konkurrenz für die bisher verwendeten Verbundwerkstoffe entwickeln. Den Namen erhielt die Verbindung wegen seiner Struktur, sie ähnelt einem Fußball aus 60 Kohlenstoffatomen. Sein Entdecker Harry Kroto benannte es nach dem Architekten Richard Buckminster Fuller, der geodätischen Kuppeln entworfen hatte. 1996 bekam Kroto gemeinsam mit zwei Kollegen den Chemie-Nobelpreis für diese Entdeckung.
Doch bevor das “Buckypaper” endgültig zum Einsatz kommt sind noch einige Problem zu lösen. Da die einzelnen Nano-Röhren zusammen klumpen, erreicht das Papier nur ein Bruchteil seiner Stabilität, außerdem ist die Herstellung bisher teuer und nur in geringen Mengen möglich.
Neben dem Karosseriebau sehen die Forscher Elektroden für Brennstoffzellen, Superkondensatoren und Batterien als mögliche Endprodukte.

(Bildquelle)

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