Natur als klebriges Vorbild

Wissenschaftler aus den USA haben sich Geckofüße als Vorbild für einen neuartigen Klebstoff genommen. Sie entwickelten ein Material auf der Basis von Kohlenstofffasern, die senkrecht aneinander gereiht werden. Sie sind sind nur wenige Nanometer dick und durch ihre gewellte Struktur erreichen sie eine enorme Haftung. Trotzdem sind sie einfach und Rückstandsfrei wieder ablösbar. Einer der Forscher erklärte das Prinzip wie folgt:

Beim Anpressen auf eine vertikale Oberfläche legten sich die verzwirbelten Röhrenspitzen eng an die Haftoberfläche an [...]. Daher sei die Klebewirkung senkrecht zur Röhrenausrichtung besonders groß. Eine geringere Haftwirkung weise der Kleber aber gegen Zugkräfte parallel zur Röhrenausrichtung auf. An Wände angeklebte Gegenstände lassen sich daher relativ leicht wieder entfernen. Auch in dieser Eigenschaft ähnelt der Nanoklebstoff seinem natürlichen Vorbild: Ein Gecko muss seinen Fuß schließlich wieder von der Wand lösen können. (Quelle)

Warum gerade Geckos? Die Tiere sind in der Lage, wenn sie senkrecht an einem Gegenstand entlang klettern, innerhalb einer Sekunde das 15fache an ihrer Körperlänge zurück zu legen. Dafür müssen ihre Füße zum Einen extrem am Untergrund haften, aber auch schnell wieder gelöst werden. Diese Fähigkeit fasziniert die Wissenschaftler um Zhong Lin Wang vom Georgia Institute of Technology in Atlanta (Georgia Tech). Sie imitierten diese Eigenschaften und entwickelten so ihr Produkt.

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