Nanoröhren sortieren Wassermoleküle
Betrachtet man einzelne Wassermoleküle sieht man ein einziges Chaos. Sie “schwimmen” ungeordnet umher, stoßen mit andern Wassermolekülen zusammen und bilden teilweise instabile Brücken. Doch nun ist es gelungen eine Ordnung in das Ganze zu bringen. Forscher der Fakultät für Physik der Universität Wien und des National Institutes of Health in den USA wiesen nach, dass Wassermoleküle in Nanoröhren lange, geordnete Ketten bilden. Mit Hilfe eines Computermodells konnten sie sogar die Kettenlänge berechnen, bis zu der das Gebilde stabil ist. Ihr Ergebnis von 0,1 Millimetern überraschte die Wissenschaftler sehr, denn: „Wenn man bedenkt, dass ein Wassermolekül zirka 0,3 Nanometer groß ist, hängen in diesen Wasserketten bis zu einer Million Wassermoleküle aneinander, und sind dabei geordnet ausgerichtet. Das ist erstaunlich.“ (Christoph Dellago) Um diese enorme Rechenleistung in kurzer Zeit zu realisieren waren allein in Wien 190 Computer notwendig. Ihre Ergebnisse veröffentlichte das Team im Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS).
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