Gel statt Spritze
Forscher der ETH Zürich haben eine Tablette mit einem Geldepot entwickelt, die zukünftig die Insulinspitze für zahlreiche Patienten ersetzen könnte. Das wasserhaltige Gel besteht aus dünnen Fäden, an denen sich vernetzte Gyrase-Proteine befinden. Das Antibiotikum Novobiocin löst bei Bedarf die Gyrase-Verbindungen auf, so dass der Wirkstoff frei gesetzt wird. Sollten klinische Tests die Wirksamkeit und Verträglichkeit nachweisen, kann man auch an einem Einsatz für beispielsweise Nierenkranke forschen, die das Medikament Erythropoietin spritzen müssen.
Quelle: Online-Vorabveröffentlichung «Nature Materials»
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