Eine Tankstelle am Ende des Universums

So oder so ähnlich kann man es wohl sagen. Die Raumfähre Cassini hat bei IR-Messungen in der Nähe des Südpols des Saturnmondes Titan einen See (Ontario Lacus) mit flüssigem Ethan entdeckt. Bereits seit den 70er Jahren vermuten Forscher flüssige Kohlenwasserstoffe auf dem Titan, aber erst jetzt konnte erstmals die molekulare Signatur des Ethans nachgewiesen werden. In einem Modell erklären die Wissenschaftler um Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt in Berlin ihre Vorstellung der Entstehung. Vulkane setzen Methan frei, dieses gelangt in die Atmosphäre und wird dort durch chemische Prozesse teilweise in Ethan umgewandelt. Durch Abregnen gelangt es auf die Oberfläche und bildet den Ontario Lacus. Seinen Namen erhielt er wegen der ähnlichen Form und Ausmaße, wie der Lake Ontario in Nordamerika.

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