Hochauflösende Fingerspitze
Forscher des California Institute of Technology (Pasadena) haben ein Mikroskop entwickelt, dass von seinen Abmessungen Platz auf einer Fingerspitze findet, aber trotzdem hochauflösende Bilder produzieren kann. Interessanterweise verzichtet der Aufbau komplett auf optische Elemente, das Funktionsprinzip basiert auf einem mit einer Metallschicht überzogenem Netz aus CCD-Sensoren. In dem Metallüberzug sind entsprechend der einzelnen Bildpunkte Löcher eingelassen und darüber verläuft ein Kanal, in dem die zu analysierende Flüssigkeit fließt. In der Analysesubstanz enthaltene Organismen blocken beim Durchfluss dann die Löcher und verhindern, das Licht auf den Sensor gelangt. Durch den wechselnden Lichteinfall werden ständig Bilder erzeugt, die zusammengesetzt eine 2D-Abbildung erzeugen.
Ein potentielle Einsatzgebiet könnten flexible Laborplätze unter Anderem in Entwicklungsländern sein, die zur Untersuchung von Blutproben oder der Klassifizierung von Trinkwasser an ständig wechselnden Orten aufgebaut werden müssen. Eher in weiterer Zukunft sehe ich die Idee, diese Mini-Mikroskope im menschlichen Körper direkt zur Überwachung von Organen oder dem Tumorwachstum einzusetzen.
Quelle: Vorabdruck
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