Sind der Impact-Faktor und andere Kennzahlen überholt
Das zumindest findet die „International Mathematical Union“ (IMU) zusammen mit dem Internationalen Rat für angewandte Mathematik und dem Institut für mathematische Statistik. In ihrem Gutachten „Citation Statistics“ (link) äußern sie sich sehr kritisch über die Verwendung bibliometrischer Kennzahlen zur Bewertung, Mittelzuweisung, Gehaltsauszahlung und Beförderungsgrundlage für Wissenschaftler. Bisher ist es durchweg üblich die Bereitstellung von Forschungsgeldern bzw. Personalpolitik von der Anzahl der Veröffentlichungen in bestimmten Journalen bzw. der Häufigkeit der Zitation durch Kollegen abhängig zu machen. Doch das eigentlich Wichtige, der fachliche Inhalt bleibt Außen vor und somit ist es gerade für “Randgebiete” schwer finanzielle Mittel einzuwerben. Auch für den wissenschaftlichen Nachwuchs ist es äußerst langwierig sich in der “anerkannten” Welt zu beweisen und so an Renommee zu gewinnen, unabhängig davon wie bahnbrechend vielleicht ihre Ergebnisse sind.
Doch wie schnell man von dem Credo “Masse statt (vielleicht) Klasse” wegkommt, ist schwer zu sagen, denn eine alternative, allgemein anerkannte Bewertungsform hat sich bis jetzt noch nicht etabliert.
Kommentar schreiben