Wehrhafte Bakterien
Um ihr Überleben zu sichern, schließen sich Bakterien meist zu einem Biofilm zusammen. Dieses Agreement dient hauptsächlich als Schutzwand gegen ihre natürlichen Feinde. Bisher ging man von einer ausschließlich physikalischen Wirkung aus. Verschiedene Forscher haben nun entdeckt, das einige dieser Stämme als weiteren Mechanismus toxische Stoffe bilden, die dann den Feind lähmen oder teilweise auch töten können. Ein Beispiel ist das Meeresbakterium Pseudoalteromonas tunicata, welches ein lilafarbenes Pigment (Violacein) absondert. Einzellige Feinde wie das Geißeltierchen Cafeteria roenbergensis werden dann beim Fressen sofort gelähmt. Diese neuen Erkenntnisse dienen nun als Ausgangspunkt weiterer Forschungen. Besonders interessant scheint mir hierbei die Weiterentwicklung von Desinfektionsmitteln für sterile Arbeitsflächen, wie in Krankenhäusern, die oft durch Infektionen der Patienten kontaminiert sind. Bisher gestaltete sich die rückstandslose Entfernung problematisch.
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