Bild der Woche – Faszination Himba
Himba, ein afrikanischer Volksstamm (ca. 7.000 Menschen) Namibias, sind nomadisierende Viehzüchter, Jäger und Sammler vor allem in der Region Kaokoveld. Sie leben ohne Personalausweis und Urkunde in materiell extrem einfachen Verhältnissen. Bei den Himba haben Kleidung, Haartracht und Schmuck eine besondere Bedeutung und sind ein Teil ihrer Tradition und Kultur. Das Volk gilt als besonders kinderlieb und kinderreich. Besonders auffällig ist die fettige Creme, bestehend aus Butterfett, Ockerfarbe und aromatisches Harz des Omuzumba-Strauches, mit der sich die Frauen einreiben. Sie verleiht ihnen nicht nur die markante rote Hautfarbe, sondern schützt auch vor dem extrem heißen und trockenen Klima. Im Gegensatz zu den Männern dürfen sich Himba-Frauen nie waschen.
Viele Himba sind heute durch unkontrollierten Tourismus und Verkehrserschließung ihrer Traditionen und ursprünglichen Lebensweise beraubt. Und wie bei so vielen Naturvölkern endet diese Entwurzelung in Lethargie, Alkohol und der sozialen Desintegration. Leider hat das Volk kaum Hilfe von der namibischen Regierung zu erwarten: Sie bezeichnet die Himba als rückständig und unzivilisiert. Vorstöße, den Lebensraum der Himba zum Schutzgebiet zu erklärten, blieben erfolglos.
2006

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