Fetzige Fakten (2)

Die Ohren der Laubheuschrecke sitzen unter den Knien.

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Hitliste der biologischen Vielfalt

Das Aufstellen von Hitlisten scheint eine Lieblingsbeschäftigung des Menschen zu sein. Dabei reichen die Aufzählung von Musik, über Filme, Persönlichkeiten, bis hin zu den Highlights des eigenen Lebens. Auch die Wissenschaft kann sich dem nicht entziehen. Jedes Jahr veröffentlichen Wissenschaftler des International Institute for Species Exploration (IISE) der Arizona State University (Asu) eine Top-Ten-Liste der besonderen Art. Sie fassen die außergewöhnlichsten Neuentdeckungen in der Tier- und Pflanzenwelt des letzten Jahres zusammen und zeigen so, dass es neben den ganzen Warn- und Schreckensmeldungen zum Zustand unserer Umwelt auch noch positives zu berichten gibt. In diesem Jahr gehören zu den “Preisträgern” der Biodiversität:

  • Electrolux addisoni: ein leuchtender Zitterrochen,
  • Gryposaurus monumentensis: ein erst kürzlich entdecktes 75 Millionen Jahre altes Dinosaurierfossil,
  • Desmoxytes purpurosea: ein pinkfarbener Tausendfüssler,
  • Philautus maia: eine Froschart aus Sri Lanke von 1860,
  • Oxyuranus temporalis: eine der giftigsten Schlangen der Welt,
  • Styloctenium mindorensis: Fledermausart von den Phillippinen,
  • Xerocomus silwoodensis: der “College”-Pilz,
  • Malo kingi: eine äußerst giftige Qualle
  • Megaceras briansaltini: ein Käfer der eine beeindruckende Ähnlichkeit mit einem Nashorn aufweist,
  • Tecticornia bibenda: eine(!) von 298 neuen Pflanzenarten, die 2007 allein in Australien entdeckt wurde.

Bildquelle: link

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Bild der Woche

Ab sofort wird die neue Rubrik “Bild der Woche” eingeführt. Die Fotografin und Gastbloggerin Kristin Thurm wird dafür Auszüge ihrer Arbeit zur Verfügung stellen. Zu jedem neuen Bild wird es in einem kurzen Beitrag ein paar Informtionen zum Motiv, seiner Geschichte und dem Aufnahmeort geben.
Für detailierte Fragen oder Interesse an einem Exemplar steht Kristin gern zur Verfügung.

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expedition materia - Erlebnisbericht

Nach einem kleinen Fauxpax habe ich es heute kurz vor Toreschluss doch noch geschafft die Ausstellung “expedition materia” im Japanischen Palais in Dresden zu besuchen. Unter dem Slogan “Ideen zünden!” hatten sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit Forschungsinstituten wie dem Institut für Polymerforschung Dresden zusammengetan um die Schlagworte -Nanotechnologie, Hochleistungswerkstoffe, innovative Zukunftsprodukte- in anschaulichen Postern, Schautafeln und Objekten zum Anfassen und Ausprobieren zu erklären.
In einer kleinen Fotoserie zeige ich meine Impressionen. Die Exponate reichen von scheinbar schwebenden Lichtern, dem fast perfekten Fussball, pflanzlich angehauchten Solarzellen bis zu neuartigen Dialysekonstruktionen.

Die Poster geben einen Einblick in die Herstellung von hochmodernem, schlagresistentem Glas, den oben gezeigten Solarzellen, der Enticklungvon Hightech-Keramik undwas natürlich bezogen auf mein Fachgebiet nicht fehlen darf, der Einsatz von Polymerenin der Speicherindustrie.


Wer sich selbst mal ein Bild machen möchte, dem seien die weiteren Stationen dieser Wanderausstellung, wie Cottbus, Göttingen oder Mainz empfohlen. Genaue Termine sind unter link einzusehen.

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Cornell Capa – 90 Jahre – Fotojournalist

Der Fotojournalist Cornell Capa, Bruder des 1954 in Indochina umgekommenen legendären Kriegsfotografen Robert Capa, ist am Freitag im Alter von 90 Jahren gestorben. Wie das von ihm gegründete International Center of Photography [ICP] in New York mitteilte, litt Capa an Parkinson und ist friedlich in seiner New Yorker Wohnung gestorben. Der in Budapest als Cornell Friedmann geborene Journalist hatte als einer der ersten gezielt die Aussagekraft von Fotos zur Wiedergabe sozialer Verhältnisse genutzt. 1937 emigrierte Capa nach Amerika und war von 1946 bis 1954 Hausfotograf bei der Illustrierten “Life”, 1954 trat er der weltbekannten Pariser Agentur Magnum bei, die von seinem Bruder, Henri Cartier-Bresson, David “Chim” Seymour und George Rodger gegründet worden war. Berühmt wurde er mit seinen einfühlsamen Fotoreportagen [link] von der Zerstörung der Kultur der Ureinwohner in Südamerika, geistigen Entwicklungsverzögerungen bei Kindern, der alternden US-Bevölkerung, dem jüdischen Erbe, jungen Unternehmern an Wall Street und seinen Bild-Essays über die russische orthodoxe Kirche, die Moskauer Ballettschule, Israel im Sechstagekrieg sowie den Wahlkämpfen von John F. Kennedy und Robert Kennedy.
“Ich bin kein Künstler, und ich hatte nie die Absicht einer zu sein.”
[Cornell Capa: Photographs]

von Kristin Thurm

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