
Dem Koreaner Hyung Il Jung und seine Kollegen der Universität Seoul ist es gelungen eine Injektionsnadel bis zur patentreife zu entwickeln, die nach der Medikamentengabe im Körper verbleibt und sich lokal zersetzt. Die biologisch abbaubaren Mikronadeln können dabei teilweise aus dem Wirkstoff selbst bestehen. Die größte Herausforderung bei der Entwicklung geeigneter Materialien war der Anspruch, dass die Nadeln so dünn sind, dass sie keine Schmerzen verursachen, aber trotzdem ihre Stabilität behalten. Realisiert wird dies folgender Maßen: der Wirkstoff wird mit einer hochviskosen und klebrigen Komponente vermischt, als Film auf eine Oberfläche aufgebracht und anschließend werden mit Kontaktspitzen die dünnen Nadeln gezogen. Nach dem Aushärten können sie dann verwendet werden. Als Anwendungsgebiete erschließen sich mit dieser Methode neben der Medikamentengabe auch die Bereiche der Kosmetikbranche.
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Mein Wochenende stand ganz im Zeichen der Tiere. Bei einer Stippvisite in Hannover habe ich am Samstag dem Sea Life und am Sonntag dem Zoo einen Besuch abgestattet. Auch wenn man natürlich die Haltung von Tieren in begrenzten Käfigen bzw. Aquarien kritisch betrachten kann, muss ich zugeben, dass sich bei beiden Attraktionen unglaubliche Mühe gegeben wurde. Mit sehr großem Aufwand wurde versucht die natürlichen Umgebungen nachzuempfinden und durch besonders gestaltete Areale dem Besucher die eigentliche Heimat der Tiere und Pflanzen näher zu bringen. Doch manchmal sind die Besucher das eigentlich spannende, wie sie da so vor den Käfigen stehen und feststellen, wie ähnlich wir doch dem ein oder anderen Lebewesen sehen und das (zu) viele unserer Verhaltensweisen im Tierreich ebenfalls so auftreten.
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Die Arbeitsgruppe um Nicholas Peppas (Universität von Texas, Austin) hat ein Hydrogel synthetisiert, das es ermöglicht Insulin vor Magensäure zu schützen und erst im Dünndarm frei zu geben. Durch zusätzliche Ankermoleküle erhöht sich außerdem die Verweilzeit im Dünndarm. Bislang müssen sich Diabetiker Insulin per Injektion verabreichen, da Magensäure dieses zersetzt. Das gefüllte Hydrogel reagiert sensitiv auf den pH-Wert. Ist es einem sauren Milieu ausgesetzt, entquillt es und schließt so das Insulin ein, ändert sich der Wert ins basische, quillt das Hydrogel und gibt den Wirkstoff frei. Da die Ergebnisse aber zunächst nur bei Laborsimulationen der einzelnen Umgebungen im Reagenzglas bzw. mit Darmschleimhaut von Schweine realisiert wurden, bleibt nun abzuwarten, wie sich das Präparat bei medizinischen Studien verhält und ob so in naher Zukunft die Diabetesbehandlung über Tabletten angestrebt werden kann.
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Der Schöpfer der Chaos-Theorie, Edward Lorenz, ist im Alter von 90 Jahren in seinem Haus in Cambridge, Massachusetts, gestorben. Nur durch einen Zufall entdeckte er das Phänomen, als er während seinen Meteorologieforschungen Wettersimulationen per Computer berechnen ließ. Die als „Schmetterlingseffekt“ bekannt gewordene Erkenntnis besagt, dass schon kleinste Ursachen schwerwiegende Folgen haben können. Lorenz erklärte es an Hand folgenden Beispiels: „Wenn ein Schmetterling in Brasilien mit seinen Flügeln flattert, führt das zu Bewegungen in der Atmosphäre, die in Texas einen Tornado auslösen können.“ Doch nicht nur die Meteorologie ist von der Entdeckung des „deterministischen Chaos“ beeinflußt, sie wirkt ebenso auf mathematische, naturwissenschaftliche, aber auch sozialwissenschaftliche Probleme. Diese Theorie ist der Grund, warum Wettervorhersagen nur bis maximal zwei bis drei Wochen annähernd exakt sind.
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Die DFG präsentiert seit gestern in einem Pilotprojekt Science TV, ein Format in dem 10 Forschungsteams drei Monate ihre außergewöhnlichen Projekte in dreiminütigen Kurzfilmen vorstellen. Jede Woche erscheinen unter http://dfg-science-tv.de/ neue Episoden. Dabei erhält der Zuschauer einen realen Einblick in den Forschungsalltag, denn das Filmmaterial wird ausschließlich von den Wissenschaftlern selbst aufgenommen. Zu den Projekten die vorgestellt werden, gehören Themen wie
- „Tierische Invasion – „Killershrimp“ und Co: Bedroht die Globalisierung den Bodensee?“
- „Die 5-Millonenstadt – Sind Mega-Städte die Zukunft der Menschheit? Wie leben und überleben Menschen dort?“
- „Lola rennt – Auf der Suche nach der perfekten zweibeinigen Laufmaschine“
Auch ein Beitrag aus Sachsen ist dabei, Wissenschaftler der TU Dresden stellen ihre Ergebnisse zu innovativen Sanierungskonzepten vor:
- “Beton Light – Wie macht man Schweres leicht? Textilbeton eröffnet Wege zum leichten Bauen.”
Neben eindrucksvollen Bildern aus deutschen Laboren, gibt es auch Material aus Kambodscha und Ecuador. Dabei sind Standorte auf dem Land und im Wasser vertreten.
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