Neuer Ansatz in der Alzheimer-Therapie
Wissenschaftler vom Dresdner Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik haben in ersten Tierversuchen einen modifizierten Wirkstoff zur Behandlung von Alzheimer erfolgreich getestet. Ein bereits bekannter Wirkstoff wird mit zusätzlichen Ankermolekülen versehen um zu gewährleisten, dass sich der Hemmstoff direkt in den betroffenen Hirnregionen festsetzt und so die Verklumpung von Eiweißsegmenten (als Abeta-Bildung bezeichnet) des Proteins APP blockieren. Die Forscher um Kai Simons konnten bei Test mit Mäusen und Taufliegen nachweisen, dass der veränderte Wirkstoff die Abeta-Bildung deutlich vermindert. Bei der Anwendung des herkömmlichen Hemmers konnte dagegen keine Wirkung nachgewiesen werden. In den nächsten Schritten müssen nun toxikologische Untersuchungen folgen, um dann erste klinische Studien durchführen zu können. Als Zeitfenster muß jedoch laut Simons mit mindestens 10 Jahren gerechnet werden, bevor eine eventuelle Therapie auf diesem Wege erfolgreich angewendet werden kann.
Trotzdem gelten die Ergebnisse als viel versprechend und motivierend, was unter anderem die Erwähnung in eigentlich „fachfremden” Blogs wie der von Stefan Jung zeigt.
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