Der kleine Häwelmann oder wie ein Kindertraum Wirklichkeit werden kann

Das Buch “Der kleine Häwelmann” von Theodor Storm gehörte lange zu meinem Lieblingskinderbüchern. Weil der kleine Häwelmann nicht schlafen wollte, machte er sich auf den Weg in seinem Kinderbettchen den Himmel zu erkunden, die Sterne zu berühren und den Mond zu besuchen. Dieses fantastische Abenteuer kann nun wahr werden. Das deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sucht in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA neue Astronauten. Ab dem 19. Mai können sich Bewerber (max. 37 Jahre) auf der Homepage der ESA registrieren. Zu den Anforderungen gehören neben einem Hochschulabschluss in Ingenieur- oder Naturwissenschaften oder einer Promotion, ein Gesundheitszeugnis für Privatpiloten und die Fähigkeit fließend Englisch zu sprechen. Russische Sprachkenntnisse werden besonders bewertet. Nach umfassenden Fitness- und Leistungtest stehen dann für die möglichen Astronauten Monate der Ausbildung an. Aber all die Mühe soll sich lohen. Denn Ziel ist es zum 50. Jubiläum der ersten Mondlandung erneut dorthin zurück zu kehren und dann als erster Europäer die Fahne im Mondgestein zu verankern. Besonders hervor gehoben wurde der ausdrückliche Wunsch nach weiblichen Bewerbern. Denn bisher gab es noch keine deutsche Astronautin im All.

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News in eigener Sache (1): Mein zweiter Blog

Heute möchte ich mal die Wissenschafts-Blog-Community “Scilogs” vorstellen. Hier sind wissenschaftliche Tagebücher von Forschern unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen gefasst. Unterteilt werden sie in:

  • WISSENSlogs: die “Science unplugged”-Fraktion
  • BRAINlogs: “Die Welt im Kopf”-Fraktion
  • KOSMOlogs: “Die Sterntagebücher im Netz”
  • CHRONOlogs: alles zu “Geschichte-Archälogie-Kultur”.

Ganz uneigennützig geschieht diese Empfehlung natürlich nicht, denn seit heute bin ich ebenfalls Mitschreiber in der WISSENSlogs-Abteilung und unter “Exciting Molecules” gibt es meine Sicht der chemischen Welt. Thematisch werden meine Beträge ähnlich denen hier im Blog, aber trotzdem auch ein wenig anders, so dass es sich lohnt BEIDE zu verfolgen.

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Neuer Ansatz in der Alzheimer-Therapie

Wissenschaftler vom Dresdner Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik haben in ersten Tierversuchen einen modifizierten Wirkstoff zur Behandlung von Alzheimer erfolgreich getestet. Ein bereits bekannter Wirkstoff wird mit zusätzlichen Ankermolekülen versehen um zu gewährleisten, dass sich der Hemmstoff direkt in den betroffenen Hirnregionen festsetzt und so die Verklumpung von Eiweißsegmenten (als Abeta-Bildung bezeichnet) des Proteins APP blockieren. Die Forscher um Kai Simons konnten bei Test mit Mäusen und Taufliegen nachweisen, dass der veränderte Wirkstoff die Abeta-Bildung deutlich vermindert. Bei der Anwendung des herkömmlichen Hemmers konnte dagegen keine Wirkung nachgewiesen werden. In den nächsten Schritten müssen nun toxikologische Untersuchungen folgen, um dann erste klinische Studien durchführen zu können. Als Zeitfenster muß jedoch laut Simons mit mindestens 10 Jahren gerechnet werden, bevor eine eventuelle Therapie auf diesem Wege erfolgreich angewendet werden kann.

Trotzdem gelten die Ergebnisse als viel versprechend und motivierend, was unter anderem die Erwähnung in eigentlich „fachfremden” Blogs wie der von Stefan Jung zeigt.

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Phantasie und Wissenschaft

In Anlehnung an diesen Kommentar (link) ergibt sich ein interessanter Diskussionsansatz, den ich gern in einem kurzen Beitrag aufnehmen möchte. Vielen Wissenschaftlern, aber auch Fachfremden ist es sicherlich schon so ergangen, dass sie beim Lesen von neusten Forschungsergebnissen zunächst etwas skeptisch auf das Veröffentlichte reagiert haben. Denn viele neue Produkte, Medikamente oder Anwendungen erscheinen zunächst so innovativ das sie einen an Science-Fiction-Geschichten erinnern. Dies wirft dann folgende interessante Frage auf, sind die Autoren dieser Bücher unglaubliche Visionäre mit mehr als umfassenden naturwissenschaftlichen Kenntnissen oder haben sie nur eine weit greifende Phantasie und sind nur durch Zufall den Wissenschaftlern vermeintlich um Jahre voraus. Sollte ersteres zutreffend, stellt sich die Frage, warum sie nicht selbst zu Forschern geworden sind und versuchen Ihre Ideen umzusetzen. Konnten oder wollten sie sich einem organisierten Studium und dann Forschungsalltag nicht unterwerfen? Oder sind viele Naturwissenschaftler rege Leser von Zukunftsromanen und fantastischen Comics und nutzen diese ab und zu als Ansätze für neue Ideen? Denn vieles was in Büchern oder Filmen funktioniert, lässt die Sehnsucht zu, so etwas auch im realen Leben zu erschaffen und so unseren Alltag zu erleichtern.

Bildquelle: link

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Mittels Gedanken die Lust auf Süßes verringern

Die Psychologin Suzanne Higgs der Universität Birmingham präsentiert in ihrer Studie Ergebnisse zum „gedankenkontrollierten“ Essverhalten weiblicher Probanden. Sie untersuchte welchen Einfluss Erinnerungen an ein wenige Stunden zurückliegendes Essen auf das subjektive Hungergefühl hatten. Dafür sollten Frauen kurz nach dem Mittag so viele Kekse essen, wie sie wollten. Zuvor wurden sie jedoch in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe schrieb einen Bericht über ihre Anreise zur Studie, die zweite schrieb über das vergangene Mittagessen. Die Forscher stellten fest, dass nach einer konkreten Auseinandersetzung mit dem Essen deutlich weniger Kekse gegessen wurden als von den anderen Teilnehmern. Zunächst widersprechen diese Ergebnisse bisherigen Studien, die ergaben, dass der Gedanke an Essen das Hungergefühl verstärkt. Vermutet wird, das die Erinnerung an eine bestimmte Mahlzeit das Gefühl verringert, ein allgemeiner Gedanke jedoch zu mehr Hunger führt.

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