Elemente des PSE (2)

ProtactiniumHeute gibt es mal wieder die Kurzvorstellung eines eher unbekannten Elements des Periodensystems. Ich habe mich diesmal für das radioaktive Actinoid Protactinium entschieden. Das silberglänzende Schwermetall erinnert in seinen Eigenschaften eigentlich eher an die Elemente der Vanadiumgruppe. Es kommt als Begleiter des Urans in den entsprechenden Mineralien vor, nimmt dort jedoch nur einen minimalen Anteil ein. Unterhalb von 1,4K zeigt es supraleitende Eigenschaften. Wegen seiner Radioaktivität wird es ausschließlich in der Forschung verwendet. Die Auffindung des Elements geht, wie so oft, auf zwei Forschungsgruppen zurück. 1913 entdeckten zunächst Kasimir Fajans und O. H. Göring das Isotop 234Pa und nannten es Brevium. 1918 fanden dann Otto Hahn und Lise Meitner das langlebigere 231Pa, sie nannten ihr Isotop Protoactinium. Das dritte Isotop, welches durch Kernisomerie entsteht, wurde ebenfalls von Otto Hahn entdeckt. Er wies 1922 nach, dass es ein weiteres Isotop gibt, dass die gleiche Massenzahl wie Brevium besitzt, aber eine längere Halbwertszeit hat. 1949 wurden dann die Isotope mit der Ordnungszahl 91 von der IUPAC unter dem Namen Protactinium zusammengefasst.

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