Sonnenuntergang - Ein Farbenspiel verursacht durch schnöde Verschmutzungen
Nach Definition des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG), ist Luftverschmutzung (bzw. -verunreinigung) eine Veränderung der natürlichen Zusammensetzung der Luft, ausgelöst durch Rauch, Staub, Gase, Aerosole, Dämpfe oder Geruchsstoffe. Vor allem Aerosole, also feste und flüssige Schwebteilchen wie Pollen, Sporen, Bakterien, Seesalz oder Wassertröpfchen sind aber für die faszinierenden Farbspiele während eines Sonnenuntergangs verantwortlich. Die Veränderung von normalem Abendrot hin zu violetten gelben oder grünen Farbtönen wird durch Lichtstreuung bewirkt. Zunächst funktionieren die schwebenden Partikel der Erdatmosphäre als diffus streuendes Medium, welches den blauen Lichtanteil stärker streut als den roten Anteil. Auf diese Weise erreicht den Beobachter mehr rotes Licht. Man spricht von der so genanten Rayleigh-Streuung. Je nach Wetterlage und damit verschiedenen Temperaturschichtungen wirkt die Erdatmosphäre nun als Prisma. Das weiße Licht wird in seine Spektralfarben zerlegt, die Verschmutzungen beeinflussen die Brechung und am Himmel zeigen sich wunderschöne Farbpaletten. Wegen des Sonnendurchmessers (im Winkelmaß etwa 0,53°), dauert ein Sonnenuntergang bei uns nur etwa 3-4 Minuten. Am Äquator verkürzt sich der Vorgang wegen der steileren Sonnenbahn sogar auf 2 bis 2½ Minuten. Will man also solch einem Spektakel beiwohnen sollte man gut informiert sein. Ein Anhaltspunkt für den Zeitpunkt gibt folgende Homepage (link). Hier kann man sich an Hand seines Standorts die Zeit des Sonnenuntergangs anzeigen lassen. Exakt ist die Bezeichnung Sonnenuntergang natürlich nicht, sie ist eher ein Überbleibsel des geozentrischen Weltbildes. Ganz unromantisch gesagt, überschreiten wir als Betrachter durch die Erdrotation die Tag-Nacht-Grenze und die Sonne unterschreitet den Horizont. Klingt aber nicht so schön. Vertraut man dem staatlichen Wetterdienst nicht, kann man durch die Beobachtung des Abendhimmels einige Vorboten des Wetters für den nächsten Tag erkennen. Haben wir eher trockenen Luft, zeigt sich ein schwaches Abendrot und die Wahrscheinlichkeit, dass es regnet ist gering. Ist der Himmel dunkelrot, sind viele fluide Aerosole in der Erdatmosphäre vorhanden und man kann schon mal den Regenschirm bereit legen. Die Autorin übernimmt natürlich keine Gewähr.
maischi schrieb am 10 Mrz 2008 um 9:23 pm ¶
hey ich hab dich entdeckt
mach doch mal ein margin um deine bilder. die klatschen so am text dran.
viel freude mit deinem baby hier!
Claudia Kaiser schrieb am 11 Mrz 2008 um 8:35 am ¶
so, hab das mal mit den bildern verbessert, danke für den hinweis. ich hoffe, das baby wächst und gedeiht und ist schon bald ein ausgewachsener blog. ich freu mich immer über vorschläge, bin ja nicht so internetbewandert ;-).